Ausbildung im Überblick: Berufsschule

Anmeldung zur Berufsschule, Lernortkooperation

Die zuständige Berufsschule können bei Ihrer IHK erfragen und Auszubildende formlos an der Berufsschule anmelden.

Erkundigen Sie sich auch, ob es Arbeitskreise zur Kooperation und Abstimmung zwischen den Lernorten Schule und Betrieben in der Region gibt.

Teilen Sie der Berufsschule auch mit, welche Wahlqualifikationen Sie dem / der Auszubildenden in Ihrem Betrieb voraussichtlich vermitteln werden. Die Berufsschule gewinn so Planungssicherheit.

Lernortkooperation aktiv gestalten

Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen mit historisch gewachsenen Verbindungen haben seit jeher rege Kontakte durch gemeinsame Aktivitäten auf freiwilliger Basis. Diese Kooperationen wurden zum Teil von den zuständigen Stellen moderiert.

Die Kontakte, die nun in Form von Lernortkooperationen zu vertiefen sind, stehen durch die Vorgaben der Verordnung auf einer anderen Grundlage. Das Strukturkonzept mit Wahlqualifikationen stellt durchaus hohe Anforderungen an die Abstimmung zwischen Schule und Betrieben vor Ort, insbesonder dann, wenn Auszubildende aus mehreren Betrieben mit sehr unterschiedlichen Tätigkeitsfelden gemeinam unterrichtet werden. Auszubildende werden ihre Ausbildung und damit auch die Prüfungen nur dann bestmöglich absolvieren, wenn Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan sowie Anforderungen der einzelnen Betriebe im Idealfall zeitlich und inhaltlich synchronisiert sind. Es obliegt den Dualpartnern, die größtmögliche Schnittmenge hinsichtlich Umfang, Tiefe und vor allem auch Beispielgebung herauszuarbeiten. Dazu ist es notwendig, zumindest aber wünschenswert, dass sich Lehrer/innen und Ausbilder/innen in regelmäßigen Abständen zu Koordinierungsgesprächen treffen. Ziel dieser Treffen sollte es sein, gemeinsame Projekte zu vereinbaren, die den Stoff des jeweiligen Ausbildungsabschnittes abdecken. Eine weitere Möglichkeit, Kooperationsveranstaltungen zu initiieren, ist die Reflexion der Prüfungsergebnisse einer Schule, eines Kammerbezirkes ...

Ebenso sind Koordinierungsnetzwerke der einzelnen Ausbildungsbetriebe und der Berufsschulen unter Einbeziehung der zuständigen IHK zu begrüßen. Auf diesem Weg werden erfolgreiche Projekte der entsprechenden Berufsgruppe einer größeren Anzahl von Personen zugänglich gemacht. Lernen von Anderen reduziert den eigenen Arbeitsaufwand und erzeugt betriebs- und schulübergreifend ein ausgeglichenes Niveau innerhalb eines IHK-Bezirks oder sogar innerhalb eines Bundeslandes, wenn die Kooperationsnetzwerke bezirksübergreifend ausgeweitet werden.

Regelmäßige Praktika der Lehrer/innen in den Ausbildungsbetrieben, die als Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt werden, fördern ebenfalls die Lernortkooperation und halten den Praxisbezug des zu vermittelnden Lehrstoffs aufrecht. Auch der umgekehrte Weg, dass betriebliche Fachleute in den Berufsschulen Unterricht zu speziellen Themen oder Projekten leisten, trägt wesentlich zur besseren Verknüpfung von theoretischen und praktischen Ausbildungsinhalten bei.

 

Seitenanfang Druckversion Letzte Aktualisierung: 24.08.2007