Biologielaborant: Umsetzungsbeispiele

Mit praxiserprobten Umsetzungsbeispielen und Hinweisen zur Auslegung der Ausbildungsordnung möchten wir - Sachverständige des Bundes im Rahmen der Erarbeitung der Ausbildungsordnung - exemplarisch aufzeigen, wie die Inhalte der Verordnung in ganz unterschiedlichen Betrieben umgesetzt werden.

Es werden vor allem Beispiele für die Pflichtqualifikationen gegeben, da sie Anregung und Hilfe vor allem für diejenigen Betriebe sein sollen, deren Arbeitsgebiete sich nicht in vollem Umfang auf alle von der Ausbildungsordnung geforderten Tätigkeiten erstrecken. Damit soll Ausbilder/innen dieser Betriebe eine Vorstellung davon gegeben werden, wie sie diese Inhalte der Pflichtqualifikation mit überschaubarem Aufwand abdecken könnten.

Für die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in haben wir Umsetzungsbeispiele und Hinweise für die Pflichtqualifikationen der folgenden Bereiche zusammengetragen:
BiochemieHämatologieHistologieMikrobiologieMolekularbiologieZellkulturtechnik und Zoologie.

Für jeden Themenbereich wird im Überblick zunächst auf die Rahmenbedingungen für den Einsatz der Umsetzungsbeispiele eingegangen. Sie finden hier organisatorische und sicherheitstechnische Hinweise, eine Zusammenstellung der benötigten Geräte und Materialien sowie eine Übersicht der mit den vorgestellten Versuchen vermittelten theoretischen und praktischen Inhalte. Mit Blick auf den dualen Partner Berufschule wird grundsätzlich auch ein Bezug zu den Lernfeldern des schulischen Rahmenlehrplans hergestellt.

Da die Wahlqualifikationen für die Auszubildenden vom Betrieb je nach Tätigkeitsgebiet und betrieblichen Anforderungen gewählt werden, gehen wir davon aus, dass für diesen Bereich keine umfassenden Hilfen notwendig sind. Wir möchten aber exemlarisch zeigen, wie die Vermittlung von Pflicht- und Wahlqualifikationen verknüpft werden kann (Biochemie, Zellkulturtechnik, Mikrobiologie II) bzw. wie Wahlqualifikationen in Form von Projekten (Mikrobiologie II, Pharmakokinetik) vermittelt werden können.

Bitte beachten Sie:
Die hier aufgeführten Beispiele sind immer als Angebote zu verstehen.
Wenn Sie die beschriebenen Ausbildungsinhalte durch die Tätigkeiten in Ihrem Betrieb schon vollständig abgedeckt haben, entsteht Ihren Auszubildenden kein Nachteil, wenn die hier beschriebenen Versuche nicht durchgeführt werden!

Alle Beispiele dürfen unmittelbar genutzt werden. Um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sie auch an Ihre betrieblichen Gegebenheiten anzupassen, stehen sie sowohl im pdf- als auch word - Format zur Verfügung.

Biochemie

Pflichtqualifikation lfd Nr. 10 und Wahlqualifikation lfd. Nr. 14

· Charakterisierung der Enzymaktivität der Alkalischen Phosphatase (PQ)
· Aufreinigung von IgG aus Ratten-Vollblut (PQ)
· Western-Blot mit den bei der IgG-Reinigung gewonnen Proben im Anschluss an die SDS-PAGE (WQ)

Hämatologie

Pflichtqualifikation lfd Nr. 11.1

Über die Vermittlung von Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten im Bereich Hämatologie hinaus wird durch den Einsatz von Standard-Arbeitsanweisungen (SOP’s) eine Einführung in die GXP-Practices, wie z. B. GLP und GMP, erreicht.

Histologie

Pflichtqualifikation lfd. Nr. 11.2

Mikrobiologie

Pflichtqualifikation lfd. Nr. 7

Wahlqualifikation lfd. Nr. 17

Molekularbiologie

Pflichtqualifikation lfd. Nr.

· Nucleinsäuren aus biologischem Material isolieren
· Nucleinsäuren schneiden
· Nucleinsäuren elektroforetisch trennen und nachweisen

Pharmakokinetik

Wahlqualifikation lfd. Nr. 25

Zellkultur

Pflichtqualifikation lfd. Nr. 8

Wahlqualifikation lfd. Nr. 23

Zoologie

Pflichtqualifikationseinheit lfd. Nr. 12

 

Seitenanfang Druckversion Letzte Aktualisierung: 22.10.2007